5 Minuten mit Kim Weaver – Alternative, Rock und Folk Editor

Posted by thetje | 20. September 2016 | MUSIK

Anfang dieser Woche waren wir auf einen Kaffee mit Kim, unserer Alternative, Rock und Folk Editorin, verabredet, um über lokale Radiosender, Kleinstädte vor dem Internetzeitalter und ihre neu entdeckte Liebe zu Autotune zu sprechen.

 

Deezer: Wie wurdest du zur Musikeditorin bei Deezer?

Kim: Ich fing damals bei einem Top 40 Radiosender in Brisbane in Australien an und arbeitete mich bis in die Musikredaktion hoch. Die Musik war nicht wirklich mein Ding, deswegen jobbte ich noch nebenbei bei einem lokalen Radiosender namens 4ZZZ FM. Der war auf lokale Musik ausgerichtet und spielte einige wirklich verrückte Sachen.

Um jetzt eine lange Geschichte abzukürzen: ich zog mit meinem Freund nach Paris, weil wir diese Stadt lieben und glücklicherweise wurde gerade etwas bei Deezer frei, als wir hier eintrafen.

lucky luck regina king blackgirlmagic blessed

 

Warum Alternative?

Gott. Warum ich das Genre Alternative liebe? Ich sage ja nicht wirklich „Alternative“, weil ich finde, dass sich die Musik aus den 90er Jahren so weit verzweigt hat, dass es schwer zu sagen ist, was überhaupt noch Alternative ist.

Vielleicht hat es was damit zu tun, dass ich in einer Kleinstadt aufgewachsen bin, in der es nicht mal Internet gab. Es gab den Top 40 Radiosender und dann noch einen anderen namens 4CA, der Musik der 50er spielte. Das war’s. Irgendwann wurde im Australien der 90er dann Triple J in meiner Stadt verfügbar. Damit eröffnete sich mir eine ganz neue Welt. Plötzlich konnte ich Künstler aus Australien, meiner Stadt und so Kram wie Nirvana und Portishead hören. Es war Liebe auf den ersten Klang.

tumbleweed tumbleweeds ghost town reactions lonely

Das ist ein Bild meiner Heimatstadt. Wirklich.

 

Auf welche kommenden Veröffentlichungen freust du dich am meisten?

1) 22, A million von Bon Iver

Lustige Geschichte. Ich liebe 33 “GOD”. Bon Iver hat sich mal so richtig mit Autotune ausgespielt und eigentlich hasse ich Autotune. Ich habe Romain immer deswegen geärgert, weil Autotune im Hip Hop so überhäufig benutzt wird. Aber jetzt benutzt es sogar Bon Iver und ich muss sagen, AUTOTUNE IST DER HAMMER!

 

2) Das neue Album von Beck (Name steht noch nicht fest).

Diese Wahl ist vielleicht etwas komisch, weil „Wow“ nicht so erfolgreich war und ich glaube, dass das neue Album die Fans entzweien wird. Er probiert ein bisschen mit Hip Hop herum, aber ziemlich Beck-typisch. Zuvor hat er hat schon eine Menge auf „Odelay“ gerappt und jetzt kommt er nach dem etwas Folk-geprägtem Album „Sea Change“ darauf zurück. Ich halte ihn für die Madonna des Alternatives. Er erfindet sich immer wieder neu, deswegen kann ich es kaum erwarten, das neue Album zu hören.

 

3) K.FLAYs EP Crush Me

Ok, die EP ist schon draußen, aber ich muss sie nennen, weil ich sie einfach liebe. K.FLAYs Musik vermischt Alternative, Lo-fi Pop und Hip Hop und ist dabei voller Emotionen und Mut. Hör dir den ersten Track voll aufgedreht an (Blood in the cut).

In Kims Top-Playlist kannst du dir anhören, was unsere Editorin sonst noch so mag. Folge ihr hier auf Deezer.

New Alternative Scene Playlist

 

 

 

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